Folgen statt anführen

Eine wahre Informationsflut erwartet die Leser der heute veröffentlichten Studie "The State of the News Media 2012", die alljährlich die Entwicklungen auf dem US-Medienmarkt analysiert. 

Gleich zu Beginn heißt es: Dank mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets werden mehr Nachrichten konsumiert. Eigentlich eine gute Nachricht für Medienunternehmen. Betonung auf "eigentlich". Die Autoren der Studie stellen nämlich im nächsten Atemzug fest: "A year ago, we wrote here: “The news industry, late to adapt and culturally more tied to content creation than engineering, finds itself more a follower than leader shaping its business.” In 2012, that phenomenon has grown." 

Die Folge der mangelnden Innovationskraft: "Technology giants" wie Google, Amazon, Apple und Facebook nähmen den traditionellen Medienproduzenten die Butter vom Brot. Nur in wenigen Fällen würden Zeitungen oder Rundfunkanstalten neue Ansätze in der Nachrichtenvermarktung wagen. Beispiele seien der Boston Globe oder die Financial Times, die sich aus dem von Apple und Google dominierten App-Universum gelöst und eigene mobile Anwendungen entwickelt hätten.  

Das Fazit der Studie lautet deshalb: "In sum, the news industry is not much closer to a new revenue model than a year earlier and has lost more ground to rivals in the technology industry. But growing evidence also suggests that news is becoming a more important and pervasive part of people’s lives. That, in the end, could prove a saving factor for the future of journalism."

Neben dem Status quo arbeitet das Pew Research Center auch jedes Jahr Zukunftstrends für die Branche heraus. Die Mitarbeiter erwarten unter anderem Folgendes: "Mobile may be leading to a deeper experience with news than on the desktop/laptop computer." User würden mit den neuen Geräten mehr in das Konsumieren von Nachrichten eintauchen. Eine weitere Beobachtung lautet: "Social media are important but not overwhelming drivers of news, at least not yet." Nur jeder zehnte Konsument von digitalen Nachrichten werde über Facebook- oder Twitter-Empfehlungen auf Nachrichten aufmerksam. Die meisten Konsumenten suchten die Inhalte selbst aus, entweder direkt auf den Websites von Zeitungen und anderen Newsanbietern oder mit deren mobilen Anwendungen. 

Der Bericht "State of the News Media" wird jährlich vom Pew Research Center im Rahmen des "Project for Excellence in Journalism" herausgegeben. Ziel des Projekts ist es nach eigener Aussage, die "information revolution" zu erforschen und sowohl Journalisten als auch Konsumenten dabei zu helfen, den Wandel der Medien zu verstehen.

Hier geht's zur Website der Studie: http://stateofthemedia.org

 

Dringend gesucht

Interviewpartner zum Thema Glück in Berlin und Umgebung. Kennen Sie oder sind Sie jemand, der sich als glücklich bezeichnen würde? Falls ja, kontaktieren Sie mich! Ich würde gerne darüber sprechen, was die Gründe für dieses Glück sind.

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Rückblick, Ausblick und ein Lesetipp

Die Themen der letzten Woche waren mal wieder ganz schön bunt gewürfelt - so wie ich es mag: Nach dem Crowdfunding in der Wissenschaft ging es um die Zukunft des Fernsehens und schließlich noch um die Sanierung denkmalgeschützter Altbauen. Für die nächste Abgabe mache ich mich heute schlau, was die Cebit auf ihrem Health & Vitality-Parcours bieten wird.

Vorher will ich aber noch schnell auf einen spannenden Blogbeitrag von ZAPP hinweisen, den ich bei meiner morgendlichen Leserunde entdeckt habe. Autor Daniel Bröckerhoff setzt sich ausführlich mit dem Zensurvorwurf, der kürzlich gegen Twitter laut wurde, auseinander. 

http://zapp.blog.ndr.de/2012/01/27/twitter-verbessert-sich-und-alle-schreien-...

"Da hätten doch alle Glocken läuten müssen!"

Die taz hat mit Barbara John gesprochen. Sie kümmert sich als Ombudsfrau um die Angehörigen der Opfer der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle. In dem Interview geht es unter anderem um die Probleme, mit denen die Hinterbliebenen der ermordeten Männer bis heute zu kämpfen haben. Lesenswert.

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Ernsthafter Spieltrieb

In der ersten Recherche des neuen Jahres ging es um Serious Games for Health - "ernsthafte" Computerspiele, die Menschen dabei helfen sollen, gesund zu werden und zu bleiben.

Das Angebot ist abwechslungsreich: Es gibt Geschicklichkeitsspiele für Kinder mit ADHS, Lernprogramme für Erwachsene mit Rechtschreibschwäche und sehr viele Fitnesspiele. Zum Beispiel das Game Figure Running für Jogger und solche, die es werden wollen. So funktioniert's: Mittels GPS wird die zurückgelegte Laufstrecke auf einer digitalen Straßenkarte grafisch dokumen- tiert. Jogger können so mit ihrer Füße Arbeit Buchstaben, Wörter oder gleich ganze Bilder zeichnen. 

Was der Markt für Serious Games sonst noch hergibt, steht ab dem 15.1. im Technikressort der Zahnärztlichen Mitteilungen. Und natürlich hier.

Deutsche Post Fail

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Schon doof, wenn die Postangestellten am Schalter zu wenig Porto auf die Briefe kleben und die dann zurückkommen. Ärgerlich auch, wenn es sich um Weihnachtskarten für Freunde und Kunden handelt. Naja, es gibt ja E-Mail und die habe ich jetzt als Alternative genutzt. 

Ich wünsche allen frohe Festtage und ein tolles, gesundes Jahr 2012!